Am 4. März 2024 fand ein weiterer inspirierender European Monday statt, bei dem wir uns intensiv mit dem Thema „Feministische Außenpolitik in der Europäischen Union“ beschäftigt haben. Diese wichtige Diskussion wurde geführt, um eine geschlechtergerechte Perspektive auf die internationalen Politik einzunehmen und die Rolle der EU bei der Förderung von Frauenrechten zu untersuchen.

Als Expertin war Marie Jelenka Kirchner bei uns zu Gast. Marie Jelenka Kirchner ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der „Feministischen Außenpolitik“. Frau Kirchner promoviert derzeit in Graz zu Gleichstellungspolitik im EU-Erweiterungsprozess und war selbst viele Jahre in Deutschland und Polen in der JEF aktiv. Als Mitglied der „Internationalen Liga für Frauen und Freiheit“ koordiniert sie eine Arbeitsgruppe zur „Feministischer Außenpolitik“ und ist Mitgründerin des deutschen „Netzwerks Feministische Außen- und Entwicklungspolitik“. Mit ihrem fundierten Wissen und ihrer langjährigen Erfahrung brachte unser Gast wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die EU ein. Während ihres Inputs erklärte Frau Kirchner, was „Feministische Außenpolitik“ in der Praxis in wichtigen Politikfeldern wie der Diplomatie, Sicherheitspolitik, Umweltpolitik und Entwicklungspolitik bedeutet. Sie erläuterte uns auch die fünf zentralen Werte dieses Politikansatzes in den internationalen Beziehungen: aktives Friedensengagement, Intersektionalität, empathische Reflexivität, substantielle Repräsentation und Partizipation sowie  Rechenschaftspflicht.

Im Anschluss an den Input von Frau Kirchner führten wir eine lebhafte Diskussion darüber, wie die EU ihre feministische Außenpolitik stärken und ausbauen kann. Dabei wurden verschiedene Ideen und Vorschläge eingebracht. Wir sind dankbar für die rege Teilnahme und die vielfältigen Perspektiven zum Thema, die zu einer bereichernden Diskussion beigetragen haben. Wir freuen uns bereits auf unseren nächsten European Monday und weitere spannende Diskussionen über wichtige Themen, die unsere Gesellschaft prägen.

Dieses Projekt wurde vom Land Steiermark und im Rahmen von Erasmus+ finanziell unterstützt.