Der erste Bundeskongress von wEUnite – JEF in Österreich

Gemeinsam die Zukunft gestalten!

Von 9. bis 11. Oktober 2026 kamen Mitglieder von wEUnite – den Jungen Europäischen Föderalist:innen in Österreich auf der Europaburg Forchtenstein in Neumarkt in der Steiermark zum ersten Bundeskongress in Präsenz und ein Mitgliederwochenende zusammen. Drei Tage lang wurde diskutiert, beraten, gewählt und natürlich auch gefeiert. Schnell war klar: Hier wird nicht nur über die Zukunft Europas gesprochen, sondern auch über die Zukunft unseres eigenen Verbands entschieden.

Tag 1: Ankommen auf der Burg

Am Freitag trafen die Teilnehmer:innen nach und nach auf der Europaburg ein. Nach der Registrierung und einem gemeinsamen Abendessen eröffnete Bundesvorsitzender Markus Seunig das Wochenende. Gleich zu Beginn stand ein Thema auf der Tagesordnung, das viele Mitglieder bewegt: die Insolvenz unseres ehemaligen Dachverbandes, von dem wir uns seit dem Jahr 2017 abgekoppelt und im Jahr 2024 offiziell getrennt haben. In einer offenen Debatte wurde über die Hintergründe gesprochen und gemeinsam der Blick nach vorne gerichtet. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein gemütliches Get-Together, bei dem beim Karaoke so manches verborgene Gesangstalent zum Vorschein kam.

Tag 2: Grundsatzprogramm, JEF Europe und Neuwahlen

Der Samstag stand ganz im Zeichen der inhaltlichen Arbeit. Am Vormittag präsentierte die AG Grundsatzprogramm die Ergebnisse ihrer Arbeit. Im Anschluss berieten die Mitglieder ausführlich über das neue Grundsatzprogramm, das künftig die Positionen von wEUnite festlegt. Nach einer kurzen Pause wurde die Beratung fortgesetzt und um die Antragsberatung ergänzt. Nach dem Mittagessen blickten wir über die österreichischen Grenzen hinaus: Anna van de Moosdijk stellte die Young European Federalists (JEF Europe) vor und gab Einblicke in die Arbeit unseres europäischen Dachverbands sowie in die vielfältigen Möglichkeiten, sich auch auf europäischer Ebene einzubringen.

Um 16:00 Uhr folgte schließlich der offizielle Teil: der Bundeskongress. Ein zentraler Meilenstein war dabei die Beschlussfassung über das neue Grundsatzprogramm, das angenommen wurde. Außerdem wurde der Bundesvorstand neu gewählt: Zum neuen Bundesvorsitzenden wurde Manuel Pirker gewählt. Als Bundesvorsitzende-Stv. stehen ihm Katharina Kosjak und Paul Obenaus zur Seite. Wir gratulieren dem neuen Bundesvorstand und allen weiteren gewählten Vorstandsmitgliedern und weiteren Funktionär:innen herzlich und wünschen viel Erfolg für die kommende Funktionsperiode! Ein großer Dank gilt Markus für seinen Einsatz als bisheriger Bundesvorsitzender. Mit einem Ausblick auf die Schwerpunkte für 2027 endete der inhaltliche Teil des Tages.

Am Abend verwandelte sich das AudiMax in eine Partylocation: Bei der BUKO-Party wurde das bis zuletzt streng geheim gehaltene Motto gelüftet: ganz in Blau und Gelb, den Farben der Europaflagge, wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

Tag 3: Zukunftswerkstatt

Trotz teils kurzer Nacht ging es am Sonntag nach dem Frühstück motiviert weiter. Moritz Sommer berichtete als International Officer über die Arbeit der Arbeitsgruppe Internationales. Danach startete die Zukunftswerkstatt, in der die Teilnehmer:innen zwischen drei Workshops wählen konnten:

Erasmus – Altbewährtes & neue Potenziale: In diesem Workshop drehte sich alles um die Umsetzung von Erasmus+ Projekten. Welche Schritte sind dafür notwendig, welche unterschiedlichen Projektarten gibt es und welche Förderungen können beantragt werden? Die Teilnehmer:innen tauschten ihre Erfahrungen aus und sammelten Best-Practices für zukünftige Projekte.

Die politische JEF – Wohin geht die Reise?: Zunächst wurde vorgestellt, wie das Grundsatzprogramm unsere Arbeit weiter beeinflussen soll. Anhand konkreter Beispiele wurde auch erklärt, wie Resolutionen aufgebaut sind. Anschließend ging es ans Brainstorming und an das Verfassen eigener Resolutionsentwürfe.

The Feminist Federalist Project: Wie kann die JEF Österreich inklusiver werden und mehr Frauen zur Teilnahme motivieren? Nach einem Input zu den aktuellen Zahlen gab Diletta, Mitbegründerin des Feminism and Federalism Project, spannende Einblicke in das Projekt. In einer offenen Diskussion wurden danach konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet und Fragen beantwortet wie: Warum kommen Frauen zur JEF? Warum bleiben sie? Und warum gehen sie?

Die Ergebnisse der Workshops wurden zum Abschluss im Plenum vorgestellt, bevor sich alle nach dem Mittagessen voneinander verabschiedeten und die Heimreise antraten. Wir danken allen Teilnehmer:innen, Referent:innen und den ehrenamtlichen Organisator:innen für das Mitgliederwochenende und einen gelungenen Bundeskongress. Mit neuem Vorstand, einem neuen Grundsatzprogramm und viel Motivation blicken wir voller Vorfreude auf das Jahr 2027!

Das Event wurde vom Land Steiermark – Referat Jugend und vom Land Kärnten unterstützt.