neu gewählte Mitglieder des FC (c) JEF EuropeWeichenstellungen für die JEF in der französischen Hauptstadt

Alle zwei Jahre findet ein Kongress der Young European Federalists (JEF Europe) statt, auf dem die Organe der Organisation neu gewählt werden. JEF Europe ist die Dachorganisation der nationalen JEF Mitgliedsverbände und von allen regionalen und lokalen JEF Sektionen. Auf europäischem bzw. internationalem Level werden wir durch JEF Europe vertreten. Durch das Lobbying für unser politisches Grundsatzprogramm, das Erarbeiten und Verbreiten von Resolutionen sowie im Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wird versucht (Europa-) Politik mitzugestalten.

Sechs Vorstandsmitglieder der JEF Steiermark konnten beim 25. Europäischen Kongress der JEF von 25. bis 27. Oktober 2019 in Paris als Delegierte über die inhaltlichen Prioritäten für die nächsten Jahre und bei der Neuwahl der Leitungsgremien mitentscheiden. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren stellt die JEF Steiermark mit Raimond Nrecaj ein Mitglied im Federal Committee (FC), dem „erweiterten Vorstand“ von JEF Europe. Wir gratulieren Raimond zur erfolgreichen Kandidatur, danken für die große Zustimmung zu seiner Wahl und wünschen alles Gute für die zweijährige Funktionsperiode. Leonie Martin (NL/DE) wurde mit überwältigender Mehrheit zur neuen Präsidentin der JEF gewählt. Als Vizepräsidenten werden sie Sebastiano Putoto (BE/IT) und Emma Farrugia (MT) unterstützen. Neuer Schatzmeister ist Christopher Powers (GB). Darüber hinaus wurden vier Vorstandsmitglieder (European Board), 16 Mitglieder des Federal Committees (erweiterter Vorstand) und drei Rechnungsprüferinnen und Rechnungsprüfer von den 100 Delegierten gewählt.

Der Kongress startete am Freitagvormittag mit Rechenschaftsberichten des alten Vorstands und Präsentationen über die Tätigkeiten in den letzten zwei Jahren. Am Nachmittag verabschiedeten sich die Mitglieder des alten Vorstands und es wurden neue Resolutionen präsentiert. Als Tagungsort diente mit dem „Hôtel de Ville“ das Rathaus von Paris. Am Samstag standen die Erarbeitung der Resolutionen, Diskussionen über die Ausrichtung der JEF und die Wahlen der Organe der Organisation am Programm. Die Ergebnisse wurden am Samstagabend verkündet und bei einer anschließenden Party gebührend gefeiert. Am Sonntag wurde an den Resolutionen weitergearbeitet und erste Aufgaben an die neu gewählten Mitglieder des Vorstands bzw. erweiterten Vorstands verteilt.

Conclusio: Der JEF Kongress war eine intensive und spannende Erfahrung für alle Teilnehmenden. Neue Freundschaften wurden geschlossen, alte Bekannte wieder getroffen und der Spaß kam für die über 200 JEF-Mitglieder aus ganz Europa nicht zu kurz.

Europa erleben - Europa verstehen - Europa gestalten

EYFON Jugendtage (c) JEF SteiermarkAm Donnerstag, 26. September 2019 waren vier Mitglieder der Jungen Europäischen Föderalisten zu Gast im Europahaus Neumarkt. Bei den Jugendtagen des European Youth Forum Neumarkt (EYFON) diskutierten Jugendliche aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Nord Mazedonien, Rumänien, Serbien und dem Kosovo über die EU #yothgoals. Im Mittelpunkt von interaktiven Methoden und Diskussionen standen die Jugendziele „Gleichberechtigung aller Geschlechter“, „psychische Gesundheit und Wohlbefinden“, „Gute Arbeit für Alle“, „Gutes Lernen“ und „Die EU mit der Jugend zusammenbringen“. Die Jugendlichen nahmen auf Einladung von EYFON am Workshop der JEF teil.

Wir danken Kathrin, Ena und Viktorija (EYFON) für die Organisation der "Jugendtage“ und den Teilnehmenden für ihre aktive Mitarbeit sowie ihr Interesse an Europa. Ganz besonders freut uns, dass das Europahaus Neumarkt als Begegnungs- und Dialogzentrum für Meinungen, Geschichten und junge Menschen aus ganz Europa weitergeführt wird.

Dieses Projekt wurde vom European Youth Forum Neumarkt (EYFON) in Zusammenarbeit mit der JEF Steiermark durchgeführt.

Ventotene-Seminar (c) Katharina Kosjak"La dolce vita" in Italien

Jedes Jahr zieht die italienische Mittelmeerinsel Ventotene, Föderalistinnen und Föderalisten aus aller Welt an, um Altiero Spinelli zu gedenken und über Föderalismus, Demokratie und Europa zu debattieren. Ein Mitglied der JEF Steiermark nahm heuer daran teil. Das internationale Ventotene-Seminar fand eine Woche lang von 1. bis 6. September statt und bot die Möglichkeit des Austauschs unter den 50 jungen Teilnehmenden, die unter anderem aus Nepal, Südafrika, Marokko, New York und Australien angereist waren. Die kulturelle Vielfalt, gepaart mit der besonderen Atmosphäre auf der Insel und dem geschichtlichen Hintergrund durch das Manifest von Ventotene - in dem Altiero Spinelli, Ernesto Rossi und Eugenio Colorni sich für die Gründung eines europäischen Bundesstaats aussprachen - machten das Seminar zu etwas ganz Besonderem. Zeitgleich zum internationalen Ventotene-Seminar fand ein Seminar mit 100 Teilnehmenden aus Italien statt. Beide Veranstaltungen wurden von unserer Schwesterorganisation Gioventù Federalista Europea GFE / JEF Italien organisiert.

Der Ablauf der Seminartage bestand aus Vormittagssessions mit Expertinnen und Experten aus den Themenfeldern Integration, Finanzen oder Außen- und Sicherheitspolitik sowie mit anschließenden Diskussionen und Arbeitsgruppen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause am Strand oder in einem der gemütlichen Kaffees, folgten weitere Vorträge am späten Nachmittag und ein gemeinsames Abendessen in einem italienischen Restaurant. Highlight der Woche war der Länderabend, bei dem die Teilnehmenden ihre Heimatländer präsentierten, und ein großes festliches Dinner mit den Einheimischen am Piazza Castello, dem Zentrum der Insel.

Die Teilnahme an dieser Weiterbildung wurde vom Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft gefördert.

Gruppenbild Erasmus+ Jugendbegegnung "I want to break free"Are you ready to break free from your daily routine? 
Could you imagine spending 5 days without digital devices, the internet, social media?

From 23rd to 31st of August, 42 young people from Austria, Bulgaria, Croatia, Denmark, Lithuania and Spain participated in the Erasmus+ Youth Exchange “I want to break free” which took place in the Europahaus in Neumarkt in der Steiermark, Austria. According to the topic “I want to break free” participants were reflecting on what they would like to break free from if it was their routine, their social media accounts and digital devices in general or some other kind of pressure. For 5 days, the participants and facilitators gave up on digital devices, the internet and social media and discovered how it would affect their well-being, their social connections and their creativity. The process was facilitated with non-formal education methods and accompanied by reflection both in big and small groups as well as individually. 

The activities were built to support the participants' connection with themselves, others and nature such as the silent walk to “Schloss Lind”, the “36 questions to bring us closer together”, a workshop about senses and mediation, writing letters to themselves or the comfort zone workshop. Furthermore, participants were encouraged to discuss topics like their use of digital devices and the “quarter-life crisis” in small groups. Participants could express their creativity by designing their personal tote-bags, offering their own workshops and creating parlour games in the country groups. Moreover, the participants learned about the Youthpass, it’s 8 key competences and the certificate's value as a tool for self-reflection as well as for proving the non- and informal learning progress. The participants proved their knowledge about the Erasmus+ programme in the Erasmus+ pub quiz. In order to promote the cultural exchange between the participants, a “Diversity Evening” was organised where participants could present their countries in a creative way - that was especially challenging since no one was using the internet, computers, digital music or projectors! After the 5 days have passed it was time to integrate the digital devices, internet and social media. Therefore it was brainstormed how the use of those could be more constructive in the future and a buddy support system was created. 

The results of the project and general information about the Erasmus+ programme will be shared by Follow-up Events in all the participating countries. It is up to the participants to show what they have learned and spread the idea behind “breaking free” with their peers and local communities. We are sure that their creativity knows no borders, and will keep you updated on the events that they will organise!

Get an impression what the Austrian team experienced during the project:
#my expectations before the project

"Since I have had a Youth Exchange about “disconnection” before, I  expected to get the same feeling of an inner peace back. I saw it as a break from daily life and a way to get to know other people in a different way." Antonia

"I honestly had no idea what was about to come. surely - we knew about the detox of devices, but I would have never imagined what I would receive in exchange for committing to this idea. My basic expectation of youth exchanges changed after this. Simply because I got to know how much potential such an exchange can have." Pato

#how being disconnected feels like

"Being disconnected felt weird in the beginning. Finding yourself constantly touching your pocket to make sure it is there but it isn't. Not being able to google simple things, listening to music, showing a friend your favourite artist and his work (have you tried to describe that without using visual support?) or probably the key factor for a lot of young people nowadays - not being able to take and share pictures with everybody. BUT in the end, I didn't want to get it back. It sounds weird, but that device is also connected to many responsibilities. At least for me. Plus meeting people knowing that you can’t escape the weird silence in discussions (especially in the while getting to know each other) makes it more special." Pato

"To be honest, being disconnected felt surprisingly natural. I got used to it very fast. I just had to trust, either other people to wake me up after napping time or when walking to my bed at night without a flashlight. The advantages the group and I got from being disconnected were so much more valuable than all the comfort we had to give up.  I enjoyed more making music with the others than listening to it over speakers and fighting over the next song. I really liked having to accept not knowing something because it is impossible to check online. Also, since I am usually busy with writing emails and organising my life, this week was a break of all the worries out there." Antonia

#what I have learned during the Youth Exchange

"I learned to appreciate and take a certain distance to my phone. I learned that consuming too much of internet media for entertainment and living less in the here and now, lets you disconnect from yourself." Pato

#my magical moment

"My magical moment was definitely the country presentation when confusing the international audience by our “Jeanny” performance with Falco, his biggest fan and the Almdudler girl. I realised once again, how well this Austrian team worked together and could come up with the greatest ideas." Antonia 

"My magical moment is hard to define. There were so many magical moments - but I very much enjoyed the meditating sessions. ohhhmmmmm" Pato

#how I apply what I have learned in my daily life

"We also had a part of how to carry on the idea of disconnection into our lives back at home. Now I set my goal to not use my phone in public transport. So far it is going okayish - it's harder than I expected - but I very much enjoy the time during the day that I can just spend time with myself. Also, I brought a lot of beautiful memories and moments to cherish back home. That is something that will help me to think about devices differently and not take them for granted." Pato

Dieses Projekt wird von Erasmus+ Jugend in Aktion, dem Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft und dem Land Kärnten - Jugendreferat gefördert. 

Gruppenbild International Berlin Seminar 2019 (c) JEF DeutschlandBerlin: "Arm, aber sexy."

In der ersten Septemberwoche fand in Berlin zum 20. Mal das jährliche “International Berlin Seminar” der JEF Deutschland statt. Rund 40 Jugendliche aus den verschiedensten europäischen Ländern, darunter ein Mitglied der JEF Steiermark als Vertreter Österreichs, nahmen daran teil. Die deutsche Hauptstadt Berlin bot die Kulisse, um sich mit brennenden Fragestellungen rund um die Digitalisierung zu beschäftigen. Neben themenbezogenen Impulsvorträgen von renommierten Expertinnen, z.B. von Microsoft oder aus dem Auswärtigen Amt, gab es Workshops bei denen die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, ihre eigenen Ideen einzubringen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Internationalität der Teilnehmenden und die sich daraus ergebenden teils sehr verschiedenen Zugänge haben zu einem besonders erfrischenden und innovativen Klima beim Seminar beigetragen.

Spaß, der Austausch persönlicher Geschichten und Erfahrungen sowie das Knüpfen neuer Freundschaften sind während der gemeinsamen Zeit nicht zu kurz gekommen. Immerhin hatte auch Berlin selbst einiges zu bieten und in der Nacht hat niemand vorschnell die Augen zugemacht. Von spannenden Diskussionen, über laue Sommernächte in Berlin bis hin zu neuen Einsichten. Die Veranstaltung hat einfach einen ganz besonderen #jefspirit den man erlebt haben muss. Zum Glück findet diese Veranstaltung im Jahr 2020 wieder statt!

Die Teilnahme an dieser Weiterbildung wurde vom Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft gefördert.

 

Studienfahrt Auschwitz und Krakau (c) Bundes Jugend Vertretung ÖsterreichNie wieder Auschwitz.“

Auf Einladung der Bundes Jugend Vertretung (BJV) und des Vereins GEDENKDIENST nahm unser Geschäftsführer Markus an einer Studienfahrt ins südliche Polen teil. Die Teilnehmenden aus verschiedenen Jugendorganisationen und Bundesländern starteten am Morgen des 5. Septembers mit dem Bus in Wien. Nach der Ankunft stand ein Besuch in der Synagoge von Auschwitz, eine Stadtführung und ein gemütlicher Ausklang mit polnischem Bier am Hauptplatz am Programm. Am nächsten Tag beschäftigten sich die Teilnehmenden in Workshops mit Berichten von KZ-Überlebenden und Widerstandskämpferinnen. Eine Führung im KZ „Auschwitz-Stammlager“ ermöglichte tiefe Einblicke in die Abläufe vor Ort und das Leben der Gefangenen. Am 7. September besuchte uns die Zeitzeugin Stefania Wernik und erzählte aus ihrem Leben. Das Konzentrations- und Vernichtungslager „Auschwitz-Birkenau“ wurde am gleichen Tag im Zuge einer weiteren Führung besichtigt. Die Ausmaße des Lagers und die Opferzahlen – über 1.000.000 Menschen – sprengen jegliche Vorstellungskraft und lassen die Besucherin bzw. den Besucher traurig und fassungslos zurück. Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Auschwitz und vielen weiteren Orten wurden im Namen des nationalsozialistischen Deutschen Reichs begangen. Die Erinnerung daran wachzuhalten, die Gedenkorte zu besuchen und junge Menschen über die jüngste europäische Vergangenheit aufzuklären haben sich viele Jugendorganisationen – so auch die Jungen Europäischen Föderalisten – zu ihren Aufgaben gemacht.

Vor der Rückreise nach Wien am 8. September besuchte die Reisegruppe noch die nahe Stadt Krakau, die lange Zeit Sitz der polnischen Könige war. Nach einer Führung durch das jüdische Viertel „Kazimierz“ durch Freiwillige des Vereins GEDENKDIENST konnte die Zeit für die Erkundung der Altstadt genutzt werden.

Die Teilnahme an dieser Weiterbildung wurde vom Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft und dem Bundeskanzleramt gefördert.

(c) Ena DervisefendicAm Donnerstag, 8. August 2019 waren zwei Mitglieder der Jungen Europäischen Föderalisten - Landesverband Steiermark zu Gast im Europahaus Neumarkt. Bei den Jugendtagen des European Youth Forum Neumarkt (EYFON) diskutierten Jugendliche aus Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei über die EU #yothgoals. Im Mittelpunkt von interaktiven Methoden und Diskussionen standen die Jugendziele "Information und konstruktiver Dialog", "Gleichberechtigung aller Geschlechter", "psychische Gesundheit und Wohlbefinden" und "Ein nachhaltiges, grünes Europa". Die Jugendlichen nahmen auf Einladung der Vienna Insurance Group (VIG) an der Veranstaltung teil. 

Wir danken Kathrin (EYFON) für die Organisation der "Jugendtage“ und den Teilnehmenden für ihre aktive Mitarbeit sowie ihr Interesse an Europa. Ganz besonders freut uns, dass das Europahaus Neumarkt als Begegnungs- und Dialogzentrum für Meinungen, Geschichten und junge Menschen aus ganz Europa weitergeführt wird.

Dieses Projekt wurde vom European Youth Forum Neumarkt (EYFON) in Zusammenarbeit mit der JEF Steiermark durchgeführt.

Europa-Forum Neumarkt 2019Evolution Europa. Perspektiven für einen Kontinent

Im Europahaus Neumarkt (Schloss Forchtenstein) fand von 12. bis 14. Juli 2019 das Europa-Forum der Europäischen Föderalisten statt. Die Europawahlen und die Konstituierung der EU-Institutionen standen im Zentrum der dreitätigen Veranstaltung, an der auch circa 45 Jugendliche teilnahmen. Der Journalist Otmar Lahodynsky (Profil) eröffnete das Programm am Freitagabend mit einer kritischen Analyse der Ergebnisse der Europawahlen und einer Bestandsaufnahme der Europäischen Union. Am Samstag diskutierten die Politikwissenschaftlerin Prof.in Kathrin Stainer-Hämmerle (FH Kärnten), die ehemalige Europaabgeordnete Eva Lichtenberger (Die Grünen) und der Europaabgeordnete Lukas Mandl (ÖVP) über Zukunftsvisionen zur Weiterentwicklung der europäischen Einigung. Über die aktuellen innenpolitischen Entwicklungen in Großbritannien und den Brexit referierte Prof.in Melanie Sully (Go-Governance Institute), die mit ihrem trockenen Humor für das ein oder andere Schmunzeln im Publikum sorgte.

Nach dem Mittagessen im Gasthaus „Zum Bräuer“ diskutierten die Europaabgeordnete Simone Schmiedtbauer (ÖVP), die Nationalratsabgeordnete Irmgard Griss (NEOS) und Thomas Waitz (Die Grünen), der im Fall des BREXIT wieder in das Europaparlament einziehen wird, über Herausforderungen für die Europäische Union. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Sitzungssaal des Europahauses Neumarkt wurde insbesondere über die Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik kontrovers diskutiert. Wetterbedingt fand die traditionelle Festveranstaltung heuer erstmals im neuen Raiffeisensaal der Marktgemeinde Neumarkt statt. Nach Grußworten von Andreas Weber (EFB), Christoph Grossegger (JEF), Bürgermeister Josef Maier (Marktgemeinde Neumarkt) und der zweiten Präsidentin des Landtags Steiermark Manuela Khom begrüßte EYFON-Gründer und Präsident von EUROCHAMBRES Christoph Leitl die Gäste. Mit der goldenen Verdienstnadel der Europäischen Föderalistischen Bewegung wurde Prof. Franz Majcen, Ehrenobmann der EFB Steiermark, ausgezeichnet. Die Band „Funky Jazz Lounge“ umrahmte die Veranstaltung und den anschließenden Empfang von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer musikalisch. Am Sonntagvormittag leitete Stefan Windberger (EFB Österreich) drei Panels zum Schwerpunktthema „Fokus (Süd-)Osteuropa“ ein. Die Teilnehmenden diskutierten mit Leonie Martin (JEF Europe) und Eszter Nagy (EFB Ungarn) über „Ungarn am Scheideweg – illiberale Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit“, mit Albrecht Rothacher (Europäischer Auswärtiger Dienst) über „Schwierige Beziehungen – EU & Russland“ sowie mit Adelheid Wölfl, Journalistin und Südosteuropa-Korrespondentin der Tageszeitung „Standard“ über „Bewegung in Südosteuropa“. Im Plenum wurden die Ergebnisse des Austauschs zwischen den Expertinnen und Experten sowie Teilnehmenden anschließend präsentiert.

Großer Dank gebührt den Referentinnen und Referenten, die heuer am Europa-Forum teilgenommen haben. Zudem danken wir allen Beteiligten, die an der Organisation und an der Durchführung mitgewirkt haben, ganz herzlich für ihre Unterstützung und gratulieren zum gelungenen Wochenende! Ausgewählte Bilder vom Europa-Forum Neumarkt 2019 sind HIER zu finden und können heruntergeladen werden.

Dieses Projekt wird vom Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft, vom Land Steiermark – Europa und Außenbeziehungen, der Österreichischen Föderation der Europahäuser (ÖFEH), der Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark und vom Land Kärnten - Jugendreferat finanziell unterstützt.

Gruppenbild Erasmus+ Jugendbegegnung 2019Wir sind Europa!

Von 16. bis 23. Juli fand die 62. Europäische Jugendbegegnung Neumarkt im Europahaus Neumarkt (Schloss Forchtenstein) statt. 50 Jugendliche aus Österreich, Slowenien, Kroatien, Großbritannien, Finnland und Bulgarien hatten dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch Erasmus+ Jugend in Aktion die Chance am Projekt teilzunehmen. Unter dem Motto „e+QUALITY - EUrope, step up your game!“ wurde das Programm von Elisa Schwab entwickelt und unter der Projektleitung von Markus Seunig „von und für Jugendliche“ umgesetzt. Die Beschäftigung mit den Themen Gleichberechtigung und Diskriminierung sowie die Reflexion dieser in den Lebenswelten unserer jugendlichen Teilnehmenden standen im Zentrum der gemeinsamen Aktivitäten.

Die Jugendlichen arbeiteten erstmals beim Teambuilding am Anfang der Projektwoche zusammen und lernten sich im Rahmen von Gruppenarbeiten, Workshops, Diskussionsrunden sowie während des Freizeitprogramms im Laufe der Woche selbst und gegenseitig besser kennen. Durch non-formale Methoden eigneten sich die Teilnehmenden wichtige Schlüsselkompetenzen, wie das Sprechen in englischer Sprache, das Präsentieren vor der Großgruppe, die kreative Umsetzung von offenen Arbeitsaufgaben und den respektvollen Umgang mit Gleichaltrigen aus anderen Kulturen, an. Sie steigerten ihr Selbstbewusstsein und konnten sich geschützt von meterdicken Mauern auf knapp 950 Meter Seehöhe austoben. In Reflexionsgruppen tauschten sie sich über ihre Lernfortschritte aus und hinterfragten kritisch ihre Rollen in Familie, Gesellschaft und Schule / Universität / Arbeit. Das Bewusstsein, Bürgerin bzw. Bürger Europas zu sein, entwickelte sich durch den interkulturellen Austausch und das wachsende Verständnis füreinander. Bei der Exkursion ins ehemalige KZ-Außenlager „Schloss Lind“ blickten sie zurück in eine Zeit vor dem Beginn der Europäischen Einigung und reflektierten die Bedeutung von Menschenrechten. Aus der Gruppe von 50 Jugendlichen aus sechs Ländern Europas waren am Ende der Projektwoche Freundinnen und Freunde geworden und der Abschied vom Europahaus fiel allen schwer.  Unsere Teilnehmenden traten die Rückreise als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an, die das Beste an Europa, das Gefühl der grenzüberschreitenden Freundschaft zwischen jungen Menschen, selbst erlebt haben.

Allen Mitgliedern unseres transnationalen Projektteams, die diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis für unsere Teilnehmenden gemacht haben, gebührt unser Dank. Ganz herzlich danken wir dem European Youth Forum Neumarkt (EYFON) unter der Leitung von Dr. Christoph Leitl für die Unterstützung und die Zurverfügungstellung des Europahauses Neumarkt.

Dieses Projekt wird von Erasmus+ Jugend in Aktion, der Alpen-Adria-Allianz und dem Land Steiermark - Bildung und Gesellschaft gefördert.

(c) JEF Steiermark


Stadtführung für junge Europareisende

Am Samstag, 6. Juni machte eine Gruppe spanischer Jugendlicher in Begleitung ihres Betreuers Station in Graz. Die Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren kommen aus den im Nordwesten von Spanien gelegenen Regionen Kastilien und León sowie Galicien und machen eine Interrailreise durch Europa. In der Steiermark wurde die Gruppe von Petra Ehgarnter von der Naturfreundejugend empfangen, die ein Programm für sie zusammenstellte. Ehrenamtliche der JEF Steiermark erklärten sich bereit den Jugendlichen eine Führung durch Graz zu geben. Die Tour startete bei der Universität und führte über den Stadtpark, den Freiheitsplatz, die Sporgasse und den Hauptplatz auf den Schlossberg. Als Vorbereitung auf die Eramus+ Jugendbegegnung im August, bei der wir mit einer Jugendorganisation aus Spanien kooperieren, wurde im Zuge der Stadtführung an den Spanischkentnissen der JEF-Mitglieder gefeilt.

Europa erleben - Europa verstehen - Europa gestalten